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Hilfe für Massai-Krankenhaus
"Endulen e.V. - Trage es im Herzen mit" - so heißt der gemeinnützige Verein, der am Freitag in unserer Schule von Florian Schneider vorgestellt wurde.
Der Name geht zurück auf ein Massai-Dorf in Tansania, wo der Aufhausener Medizinstudent regelmäßig im dortigen Hospital arbeitet. Über seine Schwester, die Schülerin der Nardini-Realschule ist, wurde der Kontakt hergestellt und auf Einladung der SMV berichtete er nun über Endulen e.V., den von ihm 2008 mitgegründeten Verein zur Unterstützung des Krankenhauses, und über sein aktuelles Projekt "Safe motherhood".
Die Schülerinnen folgten gebannt seinen Ausführungen über das Leben der Massai, die als Nomaden in Eintracht mit den Wildtieren im Ngorongoro-Nationalpark leben. Der Student, dessen Schwester die 10. Klasse der Nardini-Realschule besucht beantwortete auch gerne die zahlreichen Fragen der Schülerinnen zum alltäglichen Leben der etwa 80 000 Bewohner dieses Gebietes im abgelegenen Nordosten Tansanias, etwa zu den für unsere Begriffe bizarren Initiations- oder Beerdigungsriten, die auf die enge Verbindung der Massai mit der Natur zurückzuführen sind.
Die schwierige medizinische Versorgung der Menschen, für die lediglich das 72-Betten-Hospital zur Verfügung steht, hatte vor zwei Jahren für Florian Schneider den Ausschlag gegeben, in Deutschland mit Hilfe von Endulen e.V. Spendengelder zu sammeln. In zahllosen Gesprächen mit den Menschen in den Dörfern rund um das Krankenhaus versuchte er herauszufinden, was dringend benötigt wurde. Bisher konnten bereits etliche bauliche Verbesserungen durchgeführt werden, bis Januar 2011 soll eine vom eigentlichen Krankenhaus getrennte Entbindungsstation fertig gestellt sein. So können schwangere Frauen und Mütter mit Kleinkindern in Ergänzung zu den Dorf-Hebammen professionell betreut werden.
Da auch dieses Projekt "Safe motherhood" vollständig auf Spenden angewiesen ist, freute sich Florian Schneider besonders über die 600 €, die ihm von Rektorin Sr. Romana und den Schülersprecherinnen am Ende seines Vortrages überreicht wurden. Die Nardini-Schülerinnen hatten den stattlichen Betrag bereits im vergangenen Schuljahr durch Pausenverkäufe erwirtschaftet.