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Projektpräsentation der 9. Klassen

 

 

Projektpräsentation der 9. Klassen In der Woche vor den Osterferien präsentierten die beiden 9. Klassen ihre Projekte "Jung und Alt" und "Du bist, was du isst".

Mit der seit diesem Schuljahr für die 9. Klassen verpflichtenden Projektarbeit an einem großen gemeinsamen Rahmenthema sollten die Schülerinnen vor Publikum ihre Methoden-, Sach- und Sozialkompetenz unter Beweis stellen - Fähigkeiten, die insbesondere im späteren Berufsleben von großer Bedeutung sind. Vor den zahlreich erschienenen Eltern zeigten die Schülerinnen an zwei Abenden im Foyer der Nardini-Halle zwar etwas aufgeregt, aber doch selbstbewusst und kompetent, was sie während der vergangenen vier Wochen in drei verschiedenen Unterrichtsfächern in Gruppen erarbeitet haben.

Projektarbeit kann in der heutigen Zeit, da die Erwartungen der Gesellschaft an den einzelnen immer umfangreicher werden, einen wertvollen Beitrag zu einer ganzheitlichen Erziehung leisten. Diese hilft dem Heranwachsenden, die für die Bewältigung der gesellschaftlichen Anforderungen notwendigen Kompetenzen zu entwickeln. So lernen die Schülerinnen in Teamarbeit komplexe und problemorientierte Aufgabenstellungen gemeinsam zu bewältigen. Das beginnt schon bei der Materialsuche und Planung des Arbeitsablaufes und geht über in die Arbeitsverteilung und die Durchführung bis hin zur Präsentation der Ergebnisse vor einem großen Publikum.

Im Vorfeld der Projektpräsentation waren umfangreiche Planungen notwendig - die Erarbeitungsphase sollte den laufenden regulären Unterricht in den anderen Fächern nicht stören. Vielerlei Vorgaben waren zu beachten, so sollten pro Gruppe in drei Unterrichtsfächern drei Unterthemen zum Rahmenthema bearbeitet werden. Während die 9a in den Fächern Erdkunde, Religion und Sport jeweils eine Aufgabe zu "Jung und Alt" zu bewältigen hatte, beschäftigte sich die 9b in den Fächern Deutsch, Wirtschaft/Recht und Englisch mit dem Rahmenthema "Du bist, was du isst".

So testete z.B. ein Team aus der 9b an Versuchspersonen, ob günstige Lebensmittel wirklich nicht so gut schmecken wie teure Marken, des weiteren setzten sie sich mit den bekanntesten Diäten in Deutschland auseinander; als "Kontrast" dazu beschäftigten sie sich mit "Feeding America", einem Programm, mit dem in den USA gegen Hunger angekämpft wird. Die Mitschülerinnen wurden von anderen Teams zum Thema Fastfood und Pausenbrot befragt, Werbespots und ihre besonderen sprachlichen Tricks wurden unter die Lupe genommen, etliche Gruppen führten Interviews durch, z.B. mit Supermarktangestellten, oder befragten Kunden zu ihrem Kaufverhalten bezüglich Biolebensmitteln. Viel Wissenswertes über die Esskultur im angelsächsischen Sprachraum war zu erfahren - inklusive leckerer Kostproben.

Die technische Aufbereitung ihrer Ergebnisse bedeutete für viele Schülerinnen eine große Herausforderung, doch mit unermüdlicher Unterstützung der betreuenden Lehrkräfte konnten schließlich alle Gruppen ihre interessanten Ergebnisse in Form einer Powerpoint-Präsentation vortragen, einige Teams "verpackten" ihre Infos auch in witzigen Spielszenen. Um den zeitlichen Rahmen nicht zu sprengen, beschränkte sich die Vorstellung der Arbeiten auf zwei Themen, das dritte konnte in Form von Plakaten auf Stellwänden eingesehen werden.

"Jung und Alt" - mit dieser Problematik hatte sich die Klasse 9a auseinander gesetzt. Dabei wurden im Fach Religion Themen wie Tod und Trauer, Jugendarbeit in Pfarreien oder Vermittlung von religiösen Traditionen bearbeitet, im Fach Sport untersuchten die Schülerinnen u.a. den Einfluss der elektronischen Medien auf die Motorik von Kindern, vor Ort im Kloster gingen sie der Frage nach, was Schwestern machen, um sich körperlich fit zu halten. Vielfältig waren auch die Aufgaben aus dem Fach Erdkunde, z.B. Probleme der Bevölkerungsentwicklung, Migration oder ökologisches Bewusstsein heute und früher. Ihre drei Aufgabengebiete präsentierten die acht Gruppen aus der 9a ebenfalls recht abwechslungsreich und sachkundig. Vielfach gelang es auch gut, die drei gestellten Themen fächerübergreifend zu verbinden.

Alle Schülerinnen waren in der vierwöchigen Erarbeitungsphase jedenfalls nicht nur in den jeweiligen Schulstunden, sondern auch nachmittags in ihrer Freizeit mit Recherchen, Auswertungen oder Materialbeschaffung beschäftigt. Sämtliche Arbeitsschritte mussten die Mädchen zudem in einem persönlichen Portfolio kontinuierlich dokumentieren und reflektieren - neben der eigentlichen Präsentation dient diese Dokumentationsmappe den betreuenden Lehrkräften in allen drei Fächern als Bewertungsgrundlage.

Alle Schülerinnen bewiesen mit ihrer Projektpräsentation, die in diesem Schuljahr zum ersten Mal durchgeführt wurde, viel Kreativität und Einfallsreichtum, aber auch Ausdauer und Fleiß. Sie haben dabei viel gelernt, nicht nur in den verschiedenen Wissensbereichen, sondern auch für sich selbst, und sie können mit Recht stolz auf ihre Leistung sein.