Aktuelles von der SMV
Zur Zeit liegen keine aktuellen Informationen vor.
Christkindlmarkt im Klosterhof
Am Montagabend lud unsere Schule bereits zum dritten Mal ein zu ihrem Christkindlmarkt im Klosterinnenhof. Im stimmungsvollen Rund hatten sich bei schönstem Winterwetter zahlreiche Gäste eingefunden.
Die Schülerinnen, die im Vorfeld fleißig gebacken und gebastelt hatten, erwiesen sich als eifrige Verkäuferinnen und schnell waren die meisten Buden "leergekauft". An den Essensstationen trafen sich Eltern, Ehemalige und viele weitere Besucher zum gemütlichen Plausch. Dazu sorgten der Schulchor, die Bläser und die Schulspielgruppe für weihnachtliches Flair. Mit dem Erlös des Christkindlmarktes wollen die Schülerinnen wieder verschiedene soziale Projekte unterstützen.
Gleich zum Auftakt gegen 16 Uhr stellte sich ein besonderer Gast auf dem Christkindlmarkt ein – Herr Michael Wagner, Ministerialbeauftragter für die niederbayerischen Realschulen. Er konnte der Schulleitung mitteilen, dass der Nardini-Realschule eine besondere Ehrung durch das Kultusministerium zuteil geworden ist. Die Mallersdorfer Schule belegte nämlich im abgelaufenen Schuljahr den dritten Platz im Vergleich aller Realschulen Niederbayerns, was die außerunterrichtlichen Aktivitäten verschiedenster Art anbelangt. Bester Beweis dafür sei, so Wagner, die Durchführung dieses Christkindlmarktes. Auf seinem Rundgang konnte er sich vom Engagement und Eifer der Nardini-Schülerinnen – und ihrer Eltern und Lehrer- selbst überzeugen.
Heuer hatte man zum ersten Mal den gesamten Klosterhof genutzt, so konnten die zahlreichen Besucher entspannt von Bude zu Bude bummeln und ihre letzten Weihnachtseinkäufe tätigen. Nach Einbruch der Dunkelheit tauchten die zahllosen Kerzen in den Fenstern der umliegenden Klostergebäude den Innenhof in märchenhaftes Licht. Die an den Wegen aufgestellten Schwedenfeuer dienten als willkommene Wärmequelle, daneben erwiesen sich sie auch als beliebter Treffpunkt für viele "Ehemalige".
Die einzelnen Klassen boten in ihren liebevoll gestalteten Buden ausschließlich selbst angefertigten Weihnachtsschmuck wie Tonanhänger, gefilzte Ketten oder fantasievoll gestaltete Windlichter; aber auch rustikale Holzsterne oder Vogelhäuschen, von fleißigen Vätern beigesteuert, waren zu kaufen. Schon traditionell gab es eine Tombola und Raritäten vom Klosterspeicher. Die fair gehandelten Waren vom Eine-Welt-Stand durften ebenso wenig fehlen wie die filigranen Perlensterne aus Südafrika. Mit dem Kauf eines solchen Sterns konnte man die AIDS-Waisen direkt unterstützen.
Das Angebot an Essen und Trinken ließ ebenfalls keine Wünsche offen. Stets umlagert war der Glühwein- und Würstlstand des Elternbeirats, für die vielen kleinen Besucher gab es Kinderpunsch und die Gulaschsuppe über offenem Feuer zog viele magisch an. Oft fiel die Wahl schwer – sollte man die gebrannten Mandeln probieren oder doch lieber die verführerischen Schokofrüchte? Süße Sachen wie frische Waffeln, Pralinen oder Choco Crossies waren besonders gefragt. Dazu stand Weihnachtsgebäck, in allen Variationen und zum Teil bereits "verschenkfertig" verpackt, zur Auswahl. Überall hörte man großes Lob für die Schülerinnen, die für die Bestückung ihrer Verkaufsstände viel Freizeit geopfert hatten.
Für die musikalische Unterhaltung sorgte zum einen der Schulchor unter der Leitung von Thomas Dambacher; mit weihnachtlichen Liedern vom traditionellen "Maria durch ein Dornwald ging" bis zu "Oh happy day" boten die Schülerinnen ein abwechslungsreiches Programm. Zum anderen gaben die Bläserklasse und die Bigband, beide geleitet von Stefan Würger, eindrucksvolle Kostproben ihres Könnens. Trotz kalter Finger meisterten sie ihre Stücke bravourös; die Bläserklasse erfreute mit schmissigen Stücken wie "Rockin around the Christmas tree", begleitete aber auch die Fünftklässler bei einem Medley bekannter deutscher Weihnachtslieder. Auch die Bigband heizte den Besuchern kräftig ein.
Ebenfalls viel Applaus gab es für die Schulspielgruppe, die im Franziskussaal mit dem Stück "Der Weihnachtsbesuch" aufwartete. Unter der Regie von Bianca Manilo zeigten die jungen Schauspielerinnen anhand der Geschichte um die nervige Tante Trude, wie wichtig es doch ist, das Fest zusammen mit lieben Menschen zu verbringen.
Die drei Stunden auf dem Klosterberg waren schnell vergangen und obwohl der Christkindlmarkt für die Schülerinnen, Lehrkräfte, Eltern und auch viele Mithelfer aus dem Kloster zusätzliche Belastung und Anstrengung bedeutete, hinterließ der rundum gelungene Abend bei allen Beteiligten das Gefühl, gemeinsam etwas Gutes geschaffen zu haben – profitieren werden davon auch viele Bedürftige, denen an Weihnachten nicht zum Feiern zumute ist.