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Abschlussfeier der 10. Klassen

 

 

Abschlussfeier der 10. Klassen Am 21. Juli wurden unsere Absolventinnen mit vielen guten Wünschen verabschiedet. Der festliche Gottesdienst und die anschließende weltliche Feier standen unter dem von den Schülerinnen gewählten Motto "Licht".

Jesus als das "Licht der Welt" stand wie selbstverständlich im Mittelpunkt des feierlich von Kurat J. Singer zelebrierten Gottesdienstes; in einer beeindruckenden Geschichte wurde eine Parallele zwischen einer brennenden, sich verzehrenden Kerze und dem Menschen gezogen, der wie sie Wärme und Licht schenkt: Wer sich verschenkt, wird reicher, und bei vielen Menschen ist es nur deswegen düster, weil sie sich davor scheuen, anderen ein Licht zu sein.
Nach einem festlichen Bläserstück von H. Purcell begrüßte der stellvertretende Schulleiter T. Dambacher die Eltern, Lehrkräfte und die zahlreichen Ehrengäste, um danach die Hauptakteurinnen des Abends, die 64 Absolventinnen, "ins Rampenlicht" treten zu lassen. Dies geschah zuerst in Form von fotografischen Impressionen aus sechs Jahren Realschule. Lustige, aber auch wehmütige Erinnerungen - an frühere Klassenfahrten, Partys oder den Tanzkurs - zogen vorüber, am Klavier einfühlsam begleitet von S. Putz und R. Heindl.
In seinen Worten zum Abschied ging der Superior des Klosters, Dr. W. Gegenfurtner, auf den Ordensgründer P. J. Nardini ein, dessen Seligsprechung in die Schulzeit der Absolventinnen fiel: Er war ein Mensch, der Licht ausstrahlte. Dass sie diesen Lichtstrahl spüren mögen und ihn dann umsetzen, wünschte er den Schülerinnen. Nur in der Gemeinschaft und im Vertrauen auf das Licht könne Schatten überwunden werden, könne Leben gelingen.

Die Schulleiterin, Sr. M. Romana Zistler, gab in ihrer Rede der Hoffnung Ausdruck, die 64 Schülerinnen mögen sich zu Menschen mit einer "guten Ausstrahlung" entwickeln. Dazu müssten sie keine großen "Leuchten" sein, doch wie jeder wisse, vertreibt schon ein kleines Licht die Finsternis! Was sie den Absolventinnen an Wünschen mit auf den Weg geben wollte, fand sie in den 5 Buchstaben des Mottos LICHT: Beginnend mit L wie Liebe und Leidenschaft, wünschte sie den Absolventinnen, dass sie zu liebenden Menschen heranreifen, die sich mit Leidenschaft, das heißt mit der ganzen Kraft ihres Herzens, für ein menschenwürdiges Leben einsetzen. Mit dem zweiten Buchstaben I verband sie Individualität und Identität, Charakter und Charisma mit dem C. Die eigene Unvollkommenheit mit Humor zu akzeptieren und die Hoffnung in Zeiten der Resignation nicht zu verlieren, diese Eigenschaften wurden dem vorletzten Buchstaben H zugeordnet. Mit dem letzten Buchstaben T wie Träume wünschte Sr. M. Romana den Mädchen: "Lasst euch euren Lebenstraum nicht nehmen!" Im T stecke aber auch die Treue, also die Bereitschaft, füreinander da zu sein. Dies alles, so die Schulleiterin, könne nur gelingen im Vertrauen auf Gott, nur er könne uns zum Leuchten bringen.

Nach einem Tanz, von den Schülerinnen selbst einstudiert, skizzierten die beiden Klassensprecherinnen ihre jetzige Situation treffend mit einem Licht, das am Ende des Tunnels erscheint. Sie verabschiedeten sich mit herzlichen Dankesworten und etwas Wehmut, verständlicherweise blickten sie aber auch mit hoffnungsvoller Freude auf einen neuen Lebensabschnitt. Es folgte der große Augenblick - die feierliche Zeugnisverteilung an die 64 Absolventinnen, eingeleitet von dem passenden Song "Lebe den Moment".

Anschließend wünschte die Elternbeiratsvorsitzende I. Rose ihnen alles Gute auf ihrem Weg durchs Leben. Die stellvertretende Landrätin C. Heisinger und der Bürgermeister der Marktgemeinde, K. Wellenhofer, überbrachten sodann ihre Glückwünsche und ehrten zusammen mit der Rektorin die Jahrgangsbesten. Alle Schülerinnen haben ihr Ziel, die Mittlere Reife erreicht, sieben von ihnen mit der Note "sehr gut": Marina Hesel mit der Traumnote 1,0 erhielt besonderen Applaus, aber auch Julia Summer (1,17), Franziska Wittmann (1,25), Kristina Kettl (1,33), Martina Redl (1,42), Theresa Korber (1,50) und Katharina Ramsauer (1,50) können sehr stolz auf ihre Leistung sein. Am Ende der sehr stimmigen und harmonischen Feier realisierten die Mädchen erst richtig, dass dies ihr letzter gemeinsamer Tag an der Schule war, und so manche Träne wurde vergossen.