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Serenade zum Festwochenende
Begeisterung und Freude waren zu spüren bei den Instrumentalisten, Sängern und Schauspielern. Insgesamt haben 200 junge Leute beim Programm der Klosterserenade mitgewirkt.
Die Aufführung am Freitagabend zum Auftakt des großen Festwochenendes animierte das Publikum zu Beifallsstürmen. Gern gelauscht wurde neben ansprechenden klassischen Orchesterstücken, den flotten Melodien der Schulbands und Liedern der Schulchöre und das Publikum ließ sich verzaubern vom Singspiel der St. Martin Volksschule und einem Musical von der St. Benedikt-Schule.
Alle Schulen seien in das Jubiläum mit einbezogen, so stellte Superior Dr. Wilhelm Gegenfurtner erfreut fest. Er begrüßte die vielen Ehrengäste, unter ihnen auch Abordnungen der Partnergemeinden aus Italien und Polen. Sein Dank galt den „Managern“ der musikalischen Beiträge: von der St. Martin-Grundschule Rektor Manfred Plomer und Lehrerin Ingrid Schmid, den Musiklehrern von der Nardini-Realschule Stefan Würger und Thomas Dambacher, vom Burkhart-Gymnasium Roland Diegritz und Gerhard Ottowitz und von der St. Benedikt-Schule Andreas Karg.
Mit Feuereifer dabei waren die kleinen Darsteller mit Schulchor und Instrumentalgruppe der St. Martin-Schule beim Singspiel „Das Herz eines Adlers“. Die Bühne wurde zum schnatternden und gackernden Hühnerhof, als auf ganz bezaubernde Art die Zuschauer die Geschichte erfahren durften, wie ein junger Adler, als Huhn aufgezogen, schon bald glaubt, selbst ein Huhn zu sein. Es bedarf schon der hartnäckigen Argumentation eines Vogelkundlers, dem Bauern, und vor allem auch dem „König der Lüfte“ selbst klar zu machen, wer er wirklich ist und welche bisher ungeahnten Möglichkeiten doch eigentlich in ihm stecken. Als der Adler das erkennt, breitet er erstmals seine Schwingen aus und erhebt sich in die Lüfte; nun erkennt er seine wahre Bestimmung. Szenenapplaus belohnte die beherzten Soloeinlagen.
Die Nardini-Realschule bestritt nun das Programm beginnend mit einen französischen Beitrag aus „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ vom Schulchor. Die Bigband schloß sich an mit Highlights from „Grease“ und harmonisch erklang von beiden Ensembles „From a distance“. Aufgeheizt nicht nur von den sommerlichen Temperaturen an diesem Abend wurde das Publikum, als es abenteuerlich weiterging mit den „Piraten der Karibik“. Stimmgewaltige Solos beeindruckten; die Anwesenheit von Amy McDonald war nicht nötig beim Song „Mr.Rock’n roll“. „Irgendwas bleibt“, darüber waren sich die Zuschauer einig, als sich die Nardini-Mädchen mit diesem Lied von ihrem Programm verabschiedeten.
Musikalischen Hochgenuß boten die Ensembles des Burkhart-Gymnasiums. Zum Einstieg erfreute von den Bläserklassen Händels „Feuerwerksmusik“ und glücklicherweise „nur“ Instrumental erklang das unaussprechliche „Supercalifragilisticexpialidocious“. Ein Menuett vom Unterstufenorchester gefiel und die Bläser machten es spannend mit dem geheimnisvollen „Kriminaltango“. Freunde der Klassik kamen auf ihre Kosten, hohes Niveau verriet das Konzert für Oboe, Violine und Orchester 1. Satz: Allegro mit den Solisten Simon Reif (Oboe) und Verena Dobmeier (Violine). Mit Musik von George Gershwin „Embraceable You“, auf der Trompete brillierte hier Sebastian Ottowitz, fanden die Beiträge der Gymnasiasten ihren Abschluss.
Ganz turbulent ging es nun zu auf der Bühne, die St. Benedikt-Schule trat in Aktion mit ihrem Musical von den „Bremer Stadtmusikanten“. Die Aufführung war einfach märchenhaft, es gab viel zu schmunzeln, die St. Benediktler zeigten frisch und fröhlich, wie es so zugeht auf der Welt. Esel und Hund befreunden sich, der arme Kater erzählt, wie er gerade mal ein Leben von seinen sechs retten konnte. Mit dem koketten Hahn sind sie nun komplett, die vier Stadtmusikanten und sie werden berühmt „Wer zuletzt lacht, lacht am besten“, war das abschließend Lied und zugleich Fazit des Musicals.
„Wir haben sie gefunden, unsere Superstars“, so verkündete Bürgermeister Karl Wellenhofer ganz treffend: Unsere Schulen. Ein toller Auftakt seien diese Beiträge gewesen, die allen große Freude bereitet hätten, so seine Anerkennung nach dem lang anhaltenden Beifall am Schluss. Lob und Anerkennung gab es für alle Akteure vor und hinter den Kulissen, kleine Geschenke für großartige Leistung für die Leiter der Chöre, Spiel- und Instrumentalgruppen.