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Ein Sommernachtstraum
Die Schulspielgruppe führte kurz vor den Sommerferien die Komödie "Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare auf. Mit einem Standkonzert der Bläserklasse wurden die zahlreichen Besucher eingestimmt.
Unter der Leitung von Stefan Würger boten die Fünft -und Sechstklässlerinnen, die sich zu Beginn des Schuljahres für die Bläserklasse entschieden hatten, bereits ein breit gefächertes Programm. Ihr Repertoire reichte u.a. von "Czardas" über "English Waltz" zu "Farmhouse Rock"; bei lauen Sommernachttemperaturen erfreuten sie die Besucher auf dem terrassenförmig angelegten Vorplatz der neuen Nardini-Halle mit zehn kurzen Stücken.
Daran schloss sich drinnen auf der neuen Theaterbühne der "Sommernachtstraum", von Shakespeare ca. um 1595 geschrieben; die Komödie ist vor allem in englischsprachigen Ländern ein Klassiker für Schultheater-Inszenierungen. Auch die Schulspielgruppe der Nardini-Realschule hatte sich an dieses berühmte, aber auch komplizierte Stück gewagt, allerdings in deutscher Übersetzung mit kurzen Passagen in der Originalsprache. Die 26 Mädchen aus den Jahrgangsstufen 7 bis 10 unter der Leitung von Bianca Manilo mussten sich auch mit der altertümlichen, lyrischen Sprache anfreunden. Als Regietrick wurden drei Kobolde eingebaut, die dem Publikum zwischen den einzelnen Szenen das märchenhafte Geschehen des "Sommernachtstraums" auf der Bühne erläutern sollten.
Untermalt mit romantischen Klängen aus F. Mendelssohn-Bartholdys gleichnamigem Musikstück entfaltete sich eine bunte und zauberhafte Welt: Der Kobold Puck stiftet im Auftrag des eifersüchtigen Feenkönigs Oberon in einem Wald bei Athen zuerst allerlei Verwirrungen, verwickelt sind darin zwei Liebespaare auf der Flucht und eine Handwerkertruppe. Letztere probt im Wald ein Stück "im Stück" anlässlich der Hochzeit von Herzog Theseus. Zwischenzeitlich hält die Feenkönigin Titania den mit einem Eselskopf versehenen Handwerker Zettel für einen Liebesgott, nachdem ihr Puck im Auftrag Oberons einen Liebeszaubersaft in die Augen geträufelt hat. Der Feenkönig hat nach langem Hin und Her schließlich ein Einsehen und löst sämtliche Liebeswirren auf. Er versöhnt sich mit seiner Gemahlin Titania, die "richtigen" Partner finden sich zu zwei Brautpaaren zusammen und die Handwerker führen nach der Hochzeit des Herzogs ihr groteskes Stück auf, bissig kommentiert vom Herrscherpaar samt Gefolge.
Die Mädchen meisterten die sprachliche und darstellerische Herausforderung mit Bravour; sie schafften es, die drei miteinander verflochtenen Handlungsstränge der Komödie für das Publikum transparent zu machen und bekamen dafür verdienten Applaus von den vielen Gästen, den Eltern und Mitschülerinnen.